Mo, 21.05.18, 17 Uhr, Sportpark Nord, Bonn:
ALEMANNIA - FC Viktoria Köln 0:2 (0:0, 0:0) n.V.
Depta - Heinze, Hackenberg, Pluntke - Fiedler (77. Damaschek), Pütz (97. Bösing), Lippold, Mohr, Winter - Fejzullahu, Torunarigha (83. J.S. Mickels)
(Sahin - Kucharzik, Buchta, Konaté-Lueken, Kühnel, Azaouaghi, Yesilova, Kleefisch / F. Kilic)
Patzler - Koronkiewicz, Lanius, Willers, Lang - Backszat (103. Lohmar), Saghiri - Holzweiler (68. Kreyer), Wunderlich, Handle (90. Eichmeier) - Golley
(Sowade - Goralski, Junglas, Fiore, Rüzgar, Reiche, Isecke, Fiore, Müller / Janßen)

Zuschauer: 5478 (ca. 3500 aus Aachen)
Schiedsrichter: Dardenne
Gelb: Mohr, Lippold - Golley, 2 weitere Gelbe Karten für Köln
Rot: J.S. Mickels (114.; Tätlichkeit)

0:1 Kreyer (109.)
0:2 Wunderlich (120+5.)






Zum insgesamt achten Mal stand die Alemannia im Finale des FVM-Pokals, zum ersten Mal seit 2013, als man das Finale erstmals verlor. Der letzte Sieg gelang der Alemannia 2006 mit der zweiten Mannschaft. Der erste war 1993 (wie auch der zweite) gegen den SC Brück gelungen, einem der zahlreichen Vorgängervereine des heutigen FC Viktoria. Der ging dank des spendablen Herrn Wernzes als klarer Favorit ins Spiel, vor nicht einmal drei Wochen hatten SC Brück Nachfolger mit 4:0 in Aachen gewonnen. Mit 5478 Zuschauern war der Sportpark Nord mehr als zur Hälfte gefüllt, darunter deutlich über 3000 Aachener, die sich durch den engen Gästeeingang gezwängt hatten.
Die Alemannia stand diesmal tiefer als beim 0:4 und hielt vor allem kämpferisch gut dagegen. Auch Depta hielt die Alemannia in seinem ersten Pokalspiel der Saison das eine oder andere Mal im Spiel, erstmals nach 13 Minuten gegen Wunderlich. Zwei Minuten später bereitete Mohr über links die erste Großchance der Alemannia vor. Fejzullahu hielt seinen Fuß in Mohrs Hereingabe, versuchte es hoch, und Patzler bekam die Hände dran. Kurz vor der Pause musste sich Depta bei einem Schuss von Golley noch einmal lang machen, mit 0:0 wurde gewechselt.
Mit Gelegenheit von Wunderlich (50.) und Backszat (53.) ging es weiter. Der Favorit erhöhte den Druck, hatte gefühlt 80% Ballbesitz und kam (erst jetzt) das eine oder ander Mal durch. Auch Wunderlich, Kreyer und Golley scheiterten aber an Depta. In der Schlussviertelstunde konnte sich die Alemannia befreien und wurde vom Publikum nach vorne getrieben. Eine Hereingabe von Damaschek verpasste erst Fejzullahu, dann kam Torunarigha nicht zum Abschluss. Das hätte es sein müssen, etwas später köpfte Pütz am Tor vorbei.
Endgültig zum Haareraufen war die 99. Minute. Patzler hielt gegen Winter, und der Ball prallte erneut vor Winters Füße, der sich die Ecke aussuchen konnte. Leider suchte sich Patzler dieselbe Ecke aus. Keine Minute später flankte Mohr von links an den langen Pfosten, wo Bösing den Ball aus zwei Metern Entfernung volley über das Tor drosch. Spätenstens jetzt war eigentlich klar, dass es offenbar nicht sein sollte. So landete dann ein auch eine eher harmlose Direktabnahme von Kreyer, aus ähnlicher, nur schlechterer Position wie zuvor Bösing, zum entscheidenden Tor im kurzen Eck des Aachener Tors. Die restliche Spielzeit erstickte erst im Zeitspiel der Cölner Spieler und Betreuer (inklusive Provokation einer albernen Roten Karte), danach in verschiedenen Dummheiten einiger Fans, die den letzten Rest Spielfluss aus der Partie nahmen. Zuerst zeigten Aachener und Cölner mit noch dazu hässlicher Pyrotechnik, dass ihnen das Nachmachen der"Szenen" der anderen Finalspiele wichtiger ist als der eigene Verein, dann versuchten einige andere, in den Innenraum zu gelangen, obwohl oder gerade weil dort nichts stattfand was sie interessiert hätte. Nach 125 Minuten kam auch Depta mit nach vorne und kassierte das 0:2 ins leere Tor.


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