So, 13.11.11:
Rot Weiss Ahlen - ALEMANNIA II 0:7 (0:3)
Tapu - Hecker, Thiele, Stroemer, Nas - Kusakci (53. Brandao Bello), Dutschke, Glöden, Cabuk (28. Szymaniak) - Behrens, Said
(Trainer: Berndsen)
Kunschke - Mostowfi (63. Lekesiz), Frau, Stehle, Radjabali-Fardi - Lang, Marquet (53. Hermes), Junglas, Stiepermann - Pozder, Engelbrecht (76. Philippe)
(Trainer: Aussem)

Zuschauer: 470 (ca. 15 aus Aachen)
Gelb: -

0:1 Stehle (6.; Stiepermann)
0:2 Engelbrecht (12.; Junglas, Stiepermann)
0:3 Engelbrecht (28.; Junglas)
0:4 Pozder (57.; Engelbrecht)
0:5 Pozder (65.; Engelbrecht)
0:6 Frau (75.; Stiepermann)
0:7 Pozder (84.; Stiepermann)








Alemannia II spielte am Sonntag bei Rot Weiss Ahlen im Wersestadion, wo im April 2010 noch Alemannia I in der 2. Liga gespielt hatte. Nach Rückzug aus der 3. Liga und Neuanfang in der NRW-Liga konnte Ahlen am ersten Spieltag ein 2:2 gegen Siegen erreichen, verlor die folgenden zwölf Spiele und liegt mit einem geholten Punkt am Tabellenende. Entsprechend wollten nur noch 470 Zuschauer das Spiel gegen die Alemannia. Immerhin war das Kuchenbuffet noch zweitligatauglich. Die Alemannia trat mit den Profis Stehle, Radjabali-Fardi, Junglas und Stiepermann an, im Tor stand erstmals Dennis Kunschke.
Stehle legte in der Anfangsphase nach einer Freistoßflanke von Stiepermann aus kurzer Distanz das erste Tor vor. Wenig später kombinierte sich die Alemannia mühelos durch die Ahlener Abwehr, Junglas legte nach links auf Stiepermann, dessen Hereingabe den völlig freistehenden Engelbrecht zum 0:2 fand. "Aufwachen, aufwachen", riefen die heimischen Fans hinter dem Tor, und die Gastgeber bemühten sich auch, ins Spiel zu finden. Glöden setzte den Ball per Hinterkopf nach Freistoß Said knapp am rechten Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite hob Engelbrecht den Ball nach Anspiel von Junglas über Torwart Tapu an die Latte. Einige Minuten später stand Engelbrecht wieder nach Vorlage von Junglas ganz alleine vor dem Tor und traf dieses Mal zum 0:3. Weniger treffsicher zeigte sich Stiepermann, der zwar als Vorbereiter glänzte, aber deutliche Abschlussschwächen zeigte. So scheiterte er mit einem 16m-Flachschuss an Tapu und verfehlte nach Doppelpass mit Pozder mit einem Volleyschuss aus kurzer Distanz das Tor. Die Fans hinter dem Tor waren mittlerweile damit beschäftigt, abwechselnd "Spieler raus" und "Trainer raus" zu skandieren und breiteten ein Transparent "Berndsen gib auf" aus.
Said hatte direkt nach dem Wechsel die große Chance zum 1:3, schob den Ball aber am rechten Pfosten vorbei. Die Alemannia hatte mehr Glück, Pozder traf mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern zum 0:4. Während die Fans ihr Geld zurückforderten, wurde im Ahlener Mittelfeld immer weniger verteidigt. Beim 0:5 ließ Engelbrecht auf der rechten Seite mühelos einen Gegner stehen und flankte in die Mitte, wo Pozder am Elfmeterpunkt jede Menge Platz und Zeit hatte. Kurz darauf hatte Stiepermann nach Steilpass von Pozder schon den Torwart umkurvt, schoss aber einen Verteidiger auf der Linie an. Auch Engelbrecht vergab nach Vorarbeit von Lekesiz und Pozder eine der immer zahlreicheren Großchancen. Tapu wehrte einen Distanzschuss von Engelbrecht zur Seite ab, Stiepermann brachte den Ball scharf in die Mitte, und Frau hielt zum 0:6 den Fuß hin. In der 84. Minute war Pozder bei einem langen Diagonalpass von Stiepermann schneller als sein Gegenspieler und setzte mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt.
"Ihr habt mehr verdient als hier heute abgegangen ist", hatte Ralf Aussem in der Pressekonferenz Mitleid mit seinem Ahlener Kollegen. Nachdem vor zwei Jahren Aachener Fans noch am Postkasten nach einem 0:2 gegen Ahlen reichlich Gesprächsbedarf hatten, versammelten sich nach dem 0:7 Ahlens gegen Aachen II 30-40 Fans vor dem Kabineneingang. Was auch immer dabei herausgekommen ist - während Ahlen der Westfalenliga zusteuert, verbesserte sich die Alemannia auf Platz 8, der zur Relegation reichen würde, da Bielefeld II als Zweitvertretung eines Drittligisten nicht aufsteigen kann.


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