So, 21.08.22, 15 Uhr, "Alkmaar":
ALEMANNIA II - SV St.Jöris II 1:1 (1:1)
Bek - Slomka, Olivier, Mevissen, Fabry (58. M. Frey) - Diederich (46. Schläger), Schumacher, Thome (87. Vogel), Zimmermann - Frings, Gadeib (70. Wefers)
(Trainer: Sukami)
Laakmann (46. Recker) - Kube, Kieslich, Dohms, Schumm, Stanuch (59. Eschweiler) - Körfer (71. Lothmann) - Jersch, Weber (56. Pisczek), Klinkenberg, Lothmann (56. Karow)
(Trainer: Recker)

Zuschauer: 150
Gelb: Fabry ?, Olivier, Bek - Dohms, Klinkenberg - 1 weitere Gelbe Karte für ALEMANNIA

0:1 Lothmann (29.; Foulelfmeter)
1:1 Frings (43.; Zimmermann)








Gut fünf Jahre nach dem letzten Spiel in der Landesliga in Teveren gab es endlich wieder ein Ligaspiel von Alemannia II - das ganze in der Kreisliga, wo zwar schlechterer, aber um Längen spannenderer und ehrlicherer Fußball gespielt wird als in der Bundesliga. Leider geht der Amateurfußball (hinter der glitzernden Profifassade oft unbemerkt) konstant weiter den Bach runter, und auch die D-Liga in Aachen wurde bei weniger Anmeldungen von vier auf drei Staffeln reduziert, so dass die Alemannia sich hauptsächlich mit Mannschaften aus Stolberg und Eschweiler in einer Liga wiederfand.
Zum Auftakt ging es auf dem Parkdeck gegen die zweite Mannschaft von St. Jöris, und es wurde gleich unterhaltsam. Frings lief in den ersten zehn Minuten zweimal der Gästeabwehr davon, und legte sich in der Hektik einmal den Ball zu weit vor und schoss einmal den Torwart an. Nach einer knappen halben Stunde stand der füllige Herr aus St. Jöris, der das Spiel aus dem Mittelkreis heraus leitete, erstmals im Mittelpunkt, als er einem dankbar fallenden Gästestürmer den gewünschten Elfmeter zum 0:1 bescherte. Eine Ecke der Alemannia landete erst an der Querlatte und lag im Nachsetzen ein gutes Stück hinter der Linie, wurde vom Torwart aber rechtzeitig weggenommen bevor man es vom Mittelkreis aus sehen konnte. In den nächsten Minuten gab es einige wechselseitige Beleidigungen von Aachener Zuschauern an Gästespieler und Schiedsrichter sowie von Gästespielern und Schiedsrichter an Aachener Zuschauern - willkommen in der Kreisliga. Nach langer Flanke und schöner Kopfballvorlage von Zimmermann kam Frings dann noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich. Da der Schiedsrichter die Zigarette, die er während seiner Ansprache an seine Spieler auf dem Kunstrasen rauchte, dringend nötig hatte, ließ er auch die selbst verordnete Trinkpause (geschweige denn Verletzungspausen) nicht nachspielen.
In der zweiten Halbzeit wechselten die Gäste unter anderem einen Herrn kurz vor dem Rentenalter sowie einen jungen Mann, der augenscheinlich noch nie Fußball gespielt hatte, ein und standen deutlich tiefer als vor der Pause, wogegen die Alemannia kein Mittel fand. Entsprechend sprang bis auf einen Lattenschuss von Thome nichts mehr heraus, und pünktlich nach 86 Minuten endete das Spiel mit 1:1, womit die Gäste deutlich zufriedener waren als unsere Spieler. Diese werden sich in einigen Bereichen steigern müssen, wenn man in den oberen Tabellenregionen mitspielen möchte. Am nächsten Sonntag, 11 Uhr, geht es zum FC Stolberg III.

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