So, 28.05.17:
Germania Teveren - ALEMANNIA II 6:3 (2:2)
Wolf - König, Roemgens, Eberle, Peschel (9. Finlay) - Wilhelm, Jansen, Trox (80. Kabadayi), Back (80. Mingers) - Koerfer, Röhlen
(Trainer: Hutting)
Schneider - Schmitz (59. da Silva Janio), Kilic, Foerster, Amghar - Heinen, Klein, Kapinga, Uzun (46. Lee), Ok (43. Ayouwa) - Odagaki
(Trainer: Sichone)

Zuschauer: 100 (ca. 20 aus Aachen)
Gelb: Finlay

1:0 Back (18.)
2:0 Koerfer (23.)
2:1 Odagaki (29.; Uzun)
2:2 Heinen (44.)
3:2 Back (49.)
4:2 Röhlen (68.)
5:2 Röhlen (77.)
6:2 Back (79.)
6:3 Odagaki (90.)










Das letzte Auswärtsspiel der Saison und auf unbestimmte Zeit bestritt Alemannia II im Heidestadion bei Germania Teveren. Immerhin 14 Spieler hatte unsere Mannschaft noch zusammenbekommen, darunter allerdings acht A-Jugendliche, von denen einige am Vormittag bereits zum Teil 90 Minuten in der A-Jugend-Mittelrheinliga gespielt hatten.
Uzun gab zwar den ersten Schuss ab, ansonsten spielte zunächst hauptsächlich Teveren. Foerster rettete nach Hereingabe von Trox, und Schneider hielt gegen Röhlen. Nach einer Ecke wurde Back zentral angespielt und schoss aus der Drehung trotz Bedrängnis das 1:0. Schneider hielt gegen Finlay, dann erhöhte Koerfer auf Querpass von Röhlen allzu einfach auf 2:0. Röhlen vergab völlig freistehend das dritte Tor, auf der Gegenseite verkürzte Odagaki mit seinem elften von 12 Saisontreffern, als er einen von Torwart Wolf fallengelassenen Distanzschuss abstaubte. Die Alemannia fand besser ins Spiel und kam durch einen von Heinen aus 18 Metern ins linke Eck gezirkelten Freistoß zum Ausgleich.
Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis die Alemannia dann doch auf die Verliererstraße geriet. Back traf mit seinem Flankenversuch das Gesicht von Kilic, der kurz benommen liegen blieb. Back nutzte die Situation zum 3:2, Moses Sichone wurde im Anschluss vom Schiedsrichter hinter die Bande geschickt. Koerfer köpfte für Teveren am leeren Tor vorbei, auf der Gegenseite zielte Odagaki zu zentral auf den Torwart. Nach einem Abstoß des eigenen Torwarts hatte Koerfer völlig freie Bahn und legte quer auf Röhlen zum 4:2. Unserer Abwehr fehlte mittlerweile die Kraft, den Gegnern erfolgreich hinterherzulaufen. Der Versuch eines Abschlags von Schneider prallte von Back an den Pfosten, und Odagaki schlenzte einen Freistoß aus 17 Metern an die Latte. Röhlen nutzte ein eklatantes Missverständnis in der Aachener Abwehr zum 5:2, und Back hatte kurz darauf leichtes Spiel beim 6:2. In der Schlussminute machte Odagaki 25 Meter vor dem Tor von der rechten Seite einen Haken nach innen und traf sehenswert zum 6:3-Endstand in den linken Winkel.
Wie sich später herausstellte, war es nach 115 Jahren das letzte Tor von Alemannia II, immerhin ein wunderschönes und bei Sonnenschein und hinterher Freibier (Teveren hatte mit dem Sieg den Klassenerhalt gesichtert). Rund anderthalb Jahre war die Alemannia nach ihrer Gründung mit einer Mannschaft ausgekommen, bevor die Zweite im Frühjahr 1902 ihre ersten Wettspiele bestritt. 1904 trat man erstmals in einer Liga an, seit 1952 nahm man durchgehend am Senioren-Ligaspielbetrieb teil, und seit 1958 spielte man jedes Jahr mindestens in der Landesliga. Aber das sind wohl nur Statistiken. Viel wichtiger ist die Frage, wo um alles in der Welt wir jetzt sonntags unseren Kuchen essen sollen.

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