Sa, 25.05.19, 16:15 Uhr, Sportpark Nord, Bonn:
ALEMANNIA - Fortuna Köln 3:1 (1:1)
Jakusch - Fiedler, Heinze, Hackenberg, Garnier (90. Redjeb) - Pütz - Glowacz, Rakk (75. Müller), Idrizi (90+4. Boesen), Batarilo - Imbongo
(Zeaiter, Tigges - Salata, Schmitt, Temür, Rüter / Kilic)
Rehnen - Schiek (73. Andersen), Uaferro, Fritz, Ernst - Abu Hanna (46. Ruprecht), Kurt, Brandenburger, Eberwein, Scheu - Kyere (21. Güler)
(Kraft - Komolong, Koljic, Ochojski, Ceylan, Ngamukol / Zapel)

Zuschauer: 6645 (ca. 5000 aus Aachen)
Schiedsrichter: Fuchs
Gelb: Heinze, Müller - Kyere, Kurt, Schiek
Rot: Ruprecht (90+2.; grobes Foulspiel)

0:1 Kyere (3.)
1:1 Imbongo (45+1.)
2:1 Batarilo (54.; Imbongo)
3:1 Glowacz (85.: Garnier, Imbongo)






















Zum zweiten Mal in Folge stand die Alemannia im Finale des Bitburger Pokals - zum insgesamt neunten Mal mit erster und zweiter Mannschaft und zum dritten Mal seit der jährlichen Austragung in Bonn. Die erste Finalteilnahme in Bonn gab es 2013 als Drittligaabsteiger gegen Fortuna Cöln. Dieses Mal waren die Vorzeichen umgekehrt; die Alemannia traf als Viertligist auf den Drittligaabsteiger Fortuna - deren Formkurve noch deutlich steiler nach unten gezeigt hatte als die unserer Mannschaft, die die letzten vier bedeutungslosen Ligaspiele verloren hatte. Das Drumherum hatte sich nicht großartig vom Vorjahr unterschieden. Die knapp 5.000 Alemannia-Fans standen eine Weile vor den schmalen Einlässen, um in die an diesem Tag sonnenüberflutete Kackseite des Stadions zu gelangen.
Alle frohe Erwartung wich schnell betretenen Gesichtern, als der erste Schuss des Gegners von Kyere zum 0:1 im Aachener Tor landete. Der Torschütze war von unserer Abwehr kaum in den Griff zu kriegen, überdrehte aber auch, ließ sich mehrfach provozieren und sah früh Gelb. Rehnen hielt für Fortuna den ersten vielversprechenden Versuch der Alemannia durch Rakk. Ncah 18 Minuten war wieder Kyere alleine durch und wollte Jakusch umspielen, der gerade noch seine Finger an den Ball bekam. Danach wäre es ganz schwer geworden. Stattdessen wurde der Gelb-Rot-gefährdete Kyere ausgewechselt, und es war halbwegs Ruhe vor dem Aachener Tor. Batarilo und Glowacz scheiterten jeweils an Rehnen, und nach einem Einsteigen gegen Pütz blieb der erhoffte Elfmeterpfiff aus. In der Nachspielzeit war es Dimitry Imbongo, der das Halbzeitbier deutlich besser schmecken ließ. Einen Einwurf nahm er mit dem Rücken zum Tor an, schirmte den Ball geschickt ab und traf aus der Drehung aus 18 Metern flach ins kurze linke Eck.
Das Tor gab offenbar für die zweite Hälfte neues Selbstvertrauen. Idrizi und Garnier hatten schnell die ersten Möglichkeiten. Nach 54 Minuten setzte sich Imbongo auf der rechten Seite durch und brachte den Ball flach nach innen, wo ihn Batarilo im Fallen zum 2:1 über die Linie bugsierte. Das Aufbäumen des Drittligisten war überschaubar, dennoch gab es noch größere Schrecksekunden. Schiek köpfte freistehende über das Tor, und Güler scheiterte nach Vorarbeit von Dominik Ernst an Jakusch. Fünf Minuten vor dem Ende machte Glowacz schließlich den Deckel drauf, wieder kam das Anspiel von Imbongo in seinem letzten Alemannia-Spiel.
Zum ersten Mal seit dem Bundesligaaufstieg 2006 gab es wieder einen Grund zu feiern, was dann auch ausgiebig passierte. Für die Alemannia ist es die erste DFB-Pokal-Teilnahme seit 2012.


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