So, 22.05.05:
ALEMANNIA - SpVgg Greuther Fürth 0:1 (0:0)
Nicht - Paulus, Klitzpera, Sichone, Bruns - Plaßhenrich (74. Brinkmann), Rolfes (62. Gomez), Fiel - Scharping, Schlaudraff (64. Michalke), Meijer
(Hesse - Reghecampf, Petrovic, Iwelumo / Hecking)
Neuhaus - Weber, Kleine, Westermann, Dabac - Krämer, Page, Fuchs (66. Albertz) - Timm, Ruman (84. Caillas), Rösler (66. Eigler),
(Essig - Reichel, Heller, Feinbier / Möhlmann)

Zuschauer: 20330 (ausverkauft; ca. 200 aus Fürth)
Gelb: -

0:1 Albertz (82.)









War es beim Hinspiel zwischen Greuther Fürth und der Alemannia noch um Platz 3 gegangen, verkam der Saisonausklang am Tivoli zum bedeutungslosen Spiel um Platz 5. Trotzdem war der Tivoli voll; viele Aufstiegstouristen hatten sich voreilig Tickets besorgt und liefen vor dem Spiel wie die Fliegen um den Tivoli und versuchten, sie wieder loszuwerden.
Die abwandernden Michalke, Rolfes, Paulus, Petrovic, Iwelumo und Blank wurden vor dem Spiel (anders als Erwin Vanderbroeck vor fünf Jahren) vom Verein freundlich verabschiedet. Die Alemannia spielte in Abwesenheit des gesperrten Emil Noll mit Florian Bruns auf der linken Abwehrseite. Ihm gegenüber spielte Frank Paulus in seinem letzten Spiel erstmals in dieser Saison von Beginn an.
Dieter Hecking versprach ein gutes Spiel mit vielen Toren und den Zielen Platz 5 und Mannschaft mit den meisten erzielten Toren. Diese Aussage stellte sich schnell als Bullshit heraus, denn zwei lustlose Mannschaften präsentierten Fußball der langweiligsten Sorte. Jens Scharping, der nach Steilpass von Cristian Fiel nur die Latte traf, sowie Erik Meijer nach Querpass von Jens Scharping vergaben die besten Chancen der Alemannia in der ersten Halbzeit. Auf der anderen Seite sorgte ein Volleyschuss von Sascha Rösler sowie ein Freistoß von Christian Timm in Gefahr, bei dem nur Kristian Nicht zweimal Gegenwehr gegen den Kopfball von Heiko Westermann sowie den Nachschuss von Thomas Kleine leistete.
Spannender als das Geschehen auf dem Rasen war das auf der Anzeigetafel, verbunden mit der Hoffnung, in der nächsten Saison eine Tour ins entfernte Cottbus gegen einen Ausflug nach Saarbrücken, Trier oder Ahlen eintauschen zu können. Diese Hoffnung erfüllte sich ebenso wenig wie die auf ein besseres Spiel in der zweiten Hälfte. Michael Krämer scheiterte nach 1860-Style-Fehlpass von Jan Schlaudraff an Kristian Nicht, dann legte sich Christian Timm den Ball vorbei an Nicht ins Toraus. Einen der wenigen guten Alemannia-Spielzüge schloss Daniel Gomez auf altbekannte Art ab, als er wartete, bis Torwart Neuhaus schon am Boden lag und trotzdem nur den Pfosten traf. Neben Gomez und Brinkmann und den Ex-Aachenern Michalke und Caillas kam auch noch Jörg Albertz von den Glasgow Rangers, die am selben Tag ohne ihn Meister wurden, ins Spiel. Der war immerhin als einziger der 22 auf dem Platz anwesenden zu einem sinnvollen Torschuss in der Lage, und netterweise ließ man ihn zehn Minuten vor dem Ende auch gewähren und unbedrängt vom linken Strafraumeck zum 0:1 den rechten Torwinkel anvisieren.
Für die Alemannia war es die fünfte Heimniederlage in dieser Saison, was für einen traditionell heimstarken Verein an sich schon entschieden zu viel und vor allem tödlich für alle Aufstiegsambitionen ist. Durch die Niederlage beendet die Alemannia die Saison wie im Vorjahr als Sechster. Trotz des ärgerlichen Ausklangs wurde nach dem Spiel gefeiert und den Fans mit Freibier die Gelegenheit gegeben, sich eventuellen Frust aus dem Schädel zu bechern. Nach diesem Spiel ist man in jedem Fall erst einmal froh, dass vor den nächsten Touren nach Burghausen, Cottbus, Waldbronn usw. erst einmal die Sommerpause wartet.

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