Mi, 02.02.05:
ALEMANNIA - Wuppertaler SV Borussia 2:1 (1:1)
Nicht - Landgraf (46. Rolfes), Stehle, Sichone, Noll - Paulus, Hengen, Gomez (46. Pinto) - Scharping (46. Reghecampf), Petrovic (46. Michalke), Iwelumo (65. Schlaudraff)
(Trainer: Hecking)
Maly - Rietz (46. Baumann), Stuckmann (75. T. Gensler), Funken (75. Heinzmann), Bayertz (60. Kobylanski) - Malura (60. Celik), Narewsky (38. unbekannt), Hyza (69. Mehnert), Pfingsten (69. Kohlhaas) - Ebersbach (60. Gaißmayer), Kohout (46. Tavarez)
(Trainer: Fuchs)

Zuschauer: 600 (ca. 8 aus Wuppertal)
Gelb: -

1:0 Stehle (18.; Petrovic)
1:1 Stuckmann (23.)
2:1 Michalke (55.)





Kurzfristig setzte Dieter Hecking nach der Pleite gegen Ahlen für den Mittwochnachmittag ein Testspiel gegen den Wuppertaler SV an. Dabei ging es zum einen darum, verlorenes Selbstvertrauen wiederzugewinnen, und zum anderen darum, Umstellungen zu testen, die in Karlsruhe nötig sein werden, da Erik Meijer und Alexander Klitzpera gesperrt sind und Cristian Fiel, Reiner Plaßhenrich, Dennis Brinkmann und Florian Bruns mit Verletzungen passen müssen. Die Alemannia nutzte die Gelegenheit auch dazu, Chaos und Verwirrung zu stiften. So hätte man das Spiel gerne totgeschwiegen, um vor 20 Zuschauern im Sparkassenstadion spielen zu können (wie z.B. bei diesem Spiel vor einem Jahr). Dummerweise wurde das Spiel versehentlich im Wochen-Trainings-Plan veröffentlicht, und nun ging es drunter und drüber. Während das Spiel auf der Homepage des Wuppertaler SV normal angekündigt wurde, ließ die Alemannia im Fanforum verlauten, das Spiel sei nicht öffentlich, man wolle nichts totschweigen und das Spiel wäre nur wegen eines Kommunikationsfehlers im Wochenplan aufgetaucht. Einen Tag und 20 empörte Postings später wurde schließlich bekanntgegeben, das Spiel finde auf dem Tivoli statt, und es werde der Würselener Wall für Aachener Zuschauer sowie der Aachener Wall für Gästefans geöffnet. Kurzfristig war es dann doch Block S, der statt des Würselener Walls geöffnet wurde. Im Gästeblock tauchten dann tatsächlich kurz nach Anpfiff 5-6 nassgeregnete Gästefans auf, um den diversen Ordnern und Polizisten Gesellschaft zu leisten. Ebenso wie die anderen rund 600 Zuschauer werden sie sich gefragt haben, wer überhaupt auf die Idee gekommen war, das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. So szeneunkundig, dass er am Mittwochnachmittag bei diesem Testspiel Ausschreitungen erwartet hätte, kann eigentlich niemand gewesen sein.
Eine Antwort erhielt der geneigte Zuschauer kurz nach Anpfiff beim ersten Laufduell zwischen Thomas Hengen und Oliver Ebersbach: Dass beide Vereine dieses Schauspiel niemandem zumuten wollten, ist nur zu verständlich. Immerhin blieb den Zuschauern der Anblick eines Zweikampfes Chris Iwelumo vs. Frank Klemmer erspart, da letzterer mittlerweile seine Karriere beendet hat. Auch ohne Klemmer bot die erste Hälfte aber nicht gerade Fußball für Feinschmecker. Die Alemannia trat mit der Abwehrreihe an, die auch in Karlsruhe zu erwarten ist (Noll, Sichone, Stehle, Landgraf). Davor kam alles zum Einsatz, was zwei Beine hatte, u.a. Daniel Gomez auf der ungewohnten Spielmacherposition. Der WSV war zunächst die tonangebende Mannschaft. Thomas Stehle nach Ecke von Ivan Petrovic sowie Michael Stuckmann nach Freistoß von Nils Pfingsten trafen jeweils per Kopf. Für die Alemannia erzielte Daniel Gomez zwei Abseitstore und schoss ein anderes Mal aus zwei Metern am Tor vorbei.
Nach dem Wechsel lief es bei der Alemannia besser, nachdem mit Rolfes, Pinto, Michalke und Reghecampf einige Stammkräfte ins Spiel gekommen waren. Kai Michalke nutzte einen eklatanten Abwehrfehler der Gäste zum 2:1-Siegtreffer. Am Ende hatten sich einige Spieler durchaus für einen Einsatz in Karlsruhe empfohlen (Scharping, Petrovic), andere offenbarten doch einige Defizite.

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