Sa, 27.08.05:
ALEMANNIA II - PSI Yurdumspor Köln 3:1 (2:1)
Pauly - Rauw, Prüter, Lehnen, Reichartz - Balaban (90. Zitzen), Popova, Scharping, El Hammouchi (90. Moosmayer) - Heller, Rentmeister (70. Kekilli)
(Trainer: Emmerling)
Galic - Sarpei, Cakir, Arslan - Kaymaz (27. Daftari; 57. Dhompirom), Starke, Atas, Akgün - Yalcin, Iaia, Donkor (61. Yilmaz)
(Trainer: Maus)

Zuschauer: 124 (ca. 25 aus Köln)
Gelb: Balaban, Rauw - Cakir

1:0 Prüter (5.; Scharping)
2:0 Rentmeister (17.; Popova)
2:1 Iaia (41.)
3:1 Heller (85.; Popova)









(Fotos: Wolfgang Pomp)





Am dritten Spieltag der Oberliga Nordrhein spielte die zweite Mannschaft der Alemannia erstmals auf dem neuen Kunstrasenplatz der Münzenberg-Kampfbahn. Der bietet zwar nicht gerade zur Freude der Schiedsrichter z.Zt. kein Gestänge am Spielfeldrand, aber gute Sicht von den Sitzschalen sowie der Sonnenterasse vor der Cafeteria.
Die Gäste aus Cöln-Chorweiler, bei deren Gastspiel vor einem Jahr noch ein gewisser Mirko Casper mitgespielt hatte, haben offenbar mal wieder einen neuen Sponsor, spielen seit neuestem im Cölner Südstadion und sind mit einem Sieg und drei Niederlagen eher schlecht als recht in die Saison gestartet. Ein Wiedersehen gab es mit zwei Ex-Alemannen: Frederic Donkor, vom Bonner SC nach Cöln gewechselt, wurde nach einer erfolglosen Stunde ausgewechselt, und unser letztjähriger U19-Keeper Tim Blumhoff nahm bei Yurdumspor auf der Bank Platz.
Die Alemannia wurde auch in diesem Spiel durch zwei Profileihgaben verstärkt. Bernd Rauw spielte wie gewohnt auf der rechten Abwehrseite; Jens Scharping gefiel in der Rolle des Ballverteilers hinter den Spitzen Rentmeister und Heller, nach Rentmeisters Auswechslung 20 Minuten vor Schluss rückte er in die Sturmspitze.
Unsere Mannschaft begann sehr schwungvoll und erarbeitete sich nach fünf Minuten bereits den dritten Eckball. Sören Prüter köpfte den von Jens Scharping getretenen Ball zur frühen Führung in den rechten Torwinkel. Auf der Gegenseite trat der brandgefährliche Fabricio Iaia nach zehn Minuten erstmals in Erscheinung, verzog aber aus spitzem Winkel. Die Gäste hatten wiederholt Probleme bei Standardsituationen, Michael Rentmeister konnte einen Freistoß von Faton Popova allzu unbedrängt zum 2:0 einköpfen.
Die bis dahin stark und sehr ansehnlich aufspielende Alemannia ließ sich Mitte der ersten Halbzeit langsam aber sicher die Butter vom Brot nehmen. Frederic Donkor traf für die Gäste nur das Außennetz, und Tuncay Akgün trat nach Anspiel von Fabricio Iaia in den Boden. Ein Kopfball von Michael Rentmeister hätte beinahe für einen beruhigenden Vorsprung gesorgt, stattdessen kamen die Gäste durch Fabricio Iaia zum Anschlusstreffer, der zwei Aachener aussteigen ließ und den Ball in die rechte Ecke schlenzte.
Michael Rentmeister und Marcel Heller kurz vor sowie Faton Popova kurz nach der Pause fanden jeweils ihren Meister in Torwart Daniel Galic, danach setzte das große Zittern ein. Die in der zweiten Halbzeit vom Verletzungspech geplagten Gäste wären eine Viertelstunde vor dem Ende auch fast noch zum Ausgleich gekommen, aber Christian Pauly fischte den Kopfball von Talip Arslan aus dem rechten Toreck.
In der Schlussphase hatte die Alemannia Raum zum Kontern. Torwart Galic konnte gegen den von Jens Scharping freigespielten Marcel Heller einmal zur Ecke klären, war aber wenig später machtlos, als Heller nach Doppelpass mit Faton Popova aus 15 Metern flach ins linke Eck traf.
Mit dem dritten Sieg im dritten Heimspiel wurde der neue Kunstrasenplatz erfolgreich eingeweiht. Beste Alemannen waren der mit einigen klugen Anspielen glänzende Jens Scharping sowie der äußerst lauffreudige Raschid El Hammouchi; bei Yurdumspor gefielen Torschütze Fabricio Iaia, der stets diskussionsfreudige Torwart Daniel Galic sowie Trainer Kurt Maus, der insgesamt recht wenig Zeit innerhalb der durch rote Hütchen markierten Coaching Zone verbrachte und gerade in der höhepunktarmen zweiten Halbzeit zur Unterhaltung der Zuschauer beitrug. Ein Extralob verdient sich auch der Busfahrer von Yurdumspor, der es trotz aufdringlicher CHIO-Ordner schaffte, den Cölner Linienbus auf dem Wüwa-Parkplatz unterzubringen.
Zum nächsten Meisterschaftsspiel muss die Mannschaft von Stefan Emmerling am Samstag (4.9.) zum 1.FC Bocholt reisen, vorher steht am Dienstag (30.8.) noch ein Testspiel bei Royal Blue Star Gemmenich auf dem Programm. Zum nächsten Oberliga-Heimspiel empfängt Alemannia II am Samstag, den 10.9., den GFC Düren.

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