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Riemann - da Silva Kiala, Wegmann, Bagkalianis -
Nadjombe (78. Castelle), Ademi (90+2. Bahn), Oehmichen,
Wagner (90+2. Strujic) - Loune (75. Wiebe), Gindorf -
Schroers (75. Sillah)
(Pseftis - Yarbrough, Torsiello, Sulejmani / Selimbegovic) |
Funk - Straudi (87. Boziaris), Cvjetinovic (87. Thiele),
Awortwie-Grant, Lucoqui (61. Moustfa) - Borgmann,
Pelivan - Hannemann (61. Rorig), Cigerci,
Butler (46. Biankadi) - Engelhardt
(Sebald - Campulka, Heidrich, Tattermusch / Wollitz) |


Nach zuletzt zwei Siegen traf die Alemannia auf den Tabellenzweiten aus
Cottbus. Die Bedingungen waren in verschiedener Hinsicht widrig. Die 1500
Gästefans durften die über 700 Kilometer wie im Vorjahr freitags
zurücklegen, auf den Tribünen wurden von Personen in hässlichen
Sturmhauben hohe fünfstellige Summen sinnlos verbrannt, und der Rasen war
nach einigem Regen in grenzwertigem Zustand.
Wenn man bis dahin noch nicht die Lust verloren hatte, sah man eine
stürmische Alemannia, für die Schroers nach neun Minuten und Anspiel
von Gindorf die erste Torgelegenheit hatte. Nach einer halben Stunde hatte die
Alemannia großes Glück, als Cigerci den Ball durch die Mite nach
vorne trieb und schließlich mit einem Flatterball aus 20 Metern den
rechten Pfosten traf. Eine Minute später drang Butler über links in
den Strafraum ein und legte quer auf Straudi. Dessen Schuss aus 14 Metern
wurde von Bagkalianis aus 14 Metern abgewehrt, den Nachschuss drosch Cigerci
aus zehn Metern freistehend über das Tor.
Nur wenige Sekunden nach der Pause lief Riemann seitlich weit von seinem Tor
weg, der Ball wurde in die Mitte geschlagen, wo Cigerci ihn volley nahm,
Riemann war gerade rechtzeitig zurück am richtigen Ort. In der 54. Minute
ging die Alemannia dann durch Kopfball von Ademi nach Linksecke von Oehmichen in
Führung. In der Folge spielte die scheinbar vom Abstiegskampf befreite
Alemannia groß auf. Oehmichen und Gindorf wurschtelten sich durch
diverse Abwehrbeine, Schroers nahm den Ball auf und hob ihn in der 62. Minute
zum 2:0 ins Netz. Zwischendurch sorgte Ademi für Stimmung, als er mit
einem Hechtsprung ins Trikot von Cigerci einen Cottbusser Konter an der
Mittellinie unterband. Die zu diesem Zeitpunkt eher ideenlosen Gäste
kamen nach einer Ecke aus dem Gewühl durch einen abgefälschten
Schuss von Biankadi zum Anschlusstor. Man erwartete nur das bekannte
Zitterspiel, aber nur zwei Minuten später köpfte Wegmann eine Ecke
von Oehmichen - diesmal von rechts - zum 3:1 ein. In der Nachspielzeit gelang
Oehmichen nach Anspiel von Castelle noch das Sahnehäubchen zum 4:1.
Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, auf dem man Weihnachten noch stand, ist
damit auf ganze 17 Punkte angewachsen.