So, 28.08.05:
SpVgg Unterhaching - ALEMANNIA 1:2 (1:0)
Heerwagen - Omodiagbe, Aygün, Frühbeis, Tavcar - Thomik (46. Sträßer), Stevic, Feldhahn (79. Ghigani), Buck - Teinert, N'Diaye
(Hasic - Custos, Sobotzik, Adzic / Deutinger)
Nicht - Heidrich, Stehle, Casper, Noll - Plaßhenrich (67. Sukalo), Fiel, Schlaudraff - Rösler, Koen (46. Reghecampf), Ebbers (72. Meijer)
(Hesse - Klitzpera, Landgraf, Bruns / Hecking)

Zuschauer: 4000 (ca. 180 aus Aachen)
Gelb: Teinert, Omodiagbe, Ghigani - Nicht, Heidrich, Rösler, Schlaudraff, Sukalo
Gelb-Rot: Frühbeis (83.; wiederholtes Foulspiel) - Fiel (87.; absichtliches Handspiel)

1:0 Teinert (45.)
1:1 Schlaudraff (55.; Rösler)
1:2 Rösler (73.; Reghecampf)











Eine Woche nach der Regensburg-Tour ging es schon wieder am frühen Sonntagmorgen in Richtung Süden. Entsprechend groß war die Unlust bei den Alemannia-Fans, trotz intensiver Bemühung fand man kaum genügend Leute für Alemannia-Bus und Ultra-Bus. Wenigstens gab nach zwei verregneten Gastspielen zur Abwechslung einmal gutes Wetter in Unterhaching.
Die Alemannia trat gegenüber dem Regensburg-Spiel mit einer Veränderung auf; Jan Schlaudraff rückte für Sergio Pinto in die Anfangsformation. Alexander Klitzpera, Willi Landgraf und Erik Meijer waren wieder im Kader, aber blieben wie gehabt auf der Bank.
In der ersten Halbzeit bekamen wir kurz gesagt dieselbe Scheiße wie in Aue zu sehen. Während wir noch mit der Befestigung der Zaunfahnen an der Mauer kämpften, lag der Ball schon in unserem Netz. Babacar N'Diaye hatte nach Querpass von Paul Thomik getroffen, aber der Linienrichter hatte zum Glück die Fahne gehoben. Für die einzige nennenswerte Szene der Alemannia im ersten Durchgang sorgte Jan Schlaudraff mit einer Einzelaktion und anschließendem Distanzschuss. Insgesamt war nur sehr wenig Leben in unserer Mannschaft. Die Gastgeber waren die deutlich gefährlichere Mannschaft, vor allem Christoph Teinert war nur schwer in den Griff zu bekommen, und man hatte jederzeit das Gefühl, dass Thomas Stehle oder Mirko Casper gegen ihn einen Elfmeter verursachen würden. In einer Szene hatte die Alemannia Glück, dass Teinerts Hereingabe von der linken Torauslinie keinen Abnehmer fand. Kurz vor dem Pausenpfiff ging Teinert im Mittelfeld mit einem schnellen Antritt an Mirko Casper vorbei, Emil Noll kam ebenfalls zu spät, und Teinert traf aus halbrechter Position flach ins lange Eck zur verdienten Führung der Gastgeber.
Auch im zweiten Durchgang lief es (trotz Einwechslung Reghecampf für Koen) zunächst nicht besser, aber wie schon in Aue fiel aus dem Nichts der Ausgleich. Ausgangspunkt war ein guter Antritt von Sascha Rösler, der im richtigen Moment auf Jan Schlaudraff durchsteckte. Der verschaffte sich mit einer Körpertäuschung geschickt Raum und kam frei zum Schuss. Torwart Philipp Heerwagen lenkte den Ball unglücklich zum 1:1 ins eigene Netz. Auf der anderen Seite hielt Kristian Nicht einen harten Freistoß von Stefan Buck im Nachfassen und warf sich wenig später in den Weg des durchgebrochenen Robert Lechleiter. Die Alemannia zeigte sich mittlerweile gegenüber der ersten Hälfte deutlich verbessert und legte endlich den nötigen Biss an den Tag. 20 Minuten vor Schluss setzte sich Jan Schlaudraff auf der linken Seite durch und scheiterte aus spitzem Winkel an Philipp Heerwagen. Sascha Rösler hätte beinahe den Abpraller im Sitzen über die Linie gebracht. Etwas später war es dann doch soweit: Laurentiu Reghecampf marschierte die rechte Außennlinie entlang und fand in der Mitte Sascha Rösler, der den Fuß hinhielt und den Ball mit Hilfe von Latte, Pfosten und Abwehrbein im Tor unterbrachte. Wieder hatte der eifrige Linienrichter vor dem Gästeblock die Fahne oben, aber das Tor zählte. Stefan Frühbeis sah noch Gelb-Rot für ein Foul an Jan Schlaudraff, und kurz vor Schluss holte sich auch Cristian Fiel mit einem unnötigen Handspiel seine Sperre für das nächste Spiel ab. Die Gastgeber drängten in den letzten Minuten massiv auf den Ausgleich, aber mit etwas Glück wurden die ersten drei Auswärtspunkte über die Zeit gerettet.
Die Alemannia konnte auch im vierten Pflichtspiel nicht wirklich überzeugen. Lichtblicke waren die Torschützen Sascha Rösler und Jan Schlaudraff. Immerhin erzielte man mit sechs Punkten und dem Weiterkommen im Pokal eine für die Leistungen optimale Ausbeute. Mit den sechs Punkten liegt man sogar punktgleich mit sieben anderen Mannschaften an der Tabellenspitze. Vor dem Spiel gegen Schlusslicht Saarbrücken bleiben nun zwei Wochen und zwei Testspiele Zeit, das Zusammenspiel weiter zu verbessern, denn mit solchen Auftritten aufsteigen tut auf Dauer nur Sülz 07.



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