Fr, 27.08.04:
ALEMANNIA - Karlsruher SC 4:0 (2:0)
Straub - Landgraf (46. Paulus), Klitzpera, Sichone, Blank - Plaßhenrich, Rolfes (61. Brinkmann), Fiel - Michalke, Pinto, Meijer (74. Iwelumo)
(Nicht - Stehle, Bruns, Gomez / Hecking)
Miller - Kies, Eggimann, Rothenbach, Dick - Schwarz (84. Mann), Saenko (46. Oswald), Ouakili (46. Hassa), Männer, Masmanidis - Dundee
(Fischer - Kapllani, Iyodo / Köstner)

Zuschauer: 17209 (ca. 200 aus Karlsruhe)
Gelb: Landgraf, Fiel - Schwarz, Männer

1:0 Rothenbach (10.; Eigentor; Plaßhenrich)
2:0 Blank (32.; Michalke)
3:0 Michalke (56.; Blank, Klitzpera)
4:0 Oswald (74.; Eigentor; Blank, Michalke)







Ein seltenes Ereignis gab es diesen Freitag: Ein Alemannia-Spiel war nicht das Spannendste, das der Tag zu bieten hatte. Dabei ging es immerhin gegen den Karlsruher SC, der der Alemannia vor gut drei Monaten den Aufstieg verdorben hatte. Und obwohl einige der 17209 Zuschauer in Gedanken eher bei Hafnarfjördur als bei Karlsruhe waren, mussten nach zwei Unentschieden zum Auftakt drei Punkte her, um den Anschluss an höhere Tabellenregionen zu halten. Das ganze musste ohne Jens Scharping über die Bühne gehen, der unter den Folgen eines Zeckenbisses litt.
Die Alemannia machte in den ersten Minuten bei anhaltendem Nieselregen gehörig Dampf. Der hoch motivierte Kai Michalke, der anstelle von Scharping begann, holte gleich nach einer Minute einen Eckball heraus, den Alexander Klitzpera um ein Haar zum 1:0 verwertet hätte. Dann rutschte Erik Meijer in eine Hereingabe von Stefan Blank, erwischte den Ball aber nicht richtig. Sollte es etwa wieder laufen wie gegen Frankfurt und in Ahlen - überlegenes Spiel, aber keine Tore? Zum Glück half der Gegner nach. Reiner Plaßhenrich wurde schön in Szene gesetzt und hatte freie Schussbahn. Markus Miller parierte per Fußabwehr, aber zum Glück wusste Carsten Rothenbach gerade nichts besseres mit dem Abpraller anzufangen, als ihn an Miller vorbei ins eigene Tor zu schieben. Auch im weiteren Verlauf war die Alemannia deutlich überlegen, erorberte die Bälle meist noch in der gegnerischen Hälfte und erspielte sich Chance um Chance. Simon Rolfes verpasste nach Vorarbeit von Willi Landgraf und Sergio Pinto nur knapp. Dann entschärfte Markus Miller einen Distanzschuss von Sergio Pinto. Die anschließende Ecke von Kai Michalke köpfte Stefan Blank völlig freistehend zum 2:0 ins Netz. Kurz vor dem Wechsel konnten sich die Gäste erstmals ein wenig befreien. Willi Landgraf brachte sich mit einem Foul an den Rande eines Platzverweises, den fälligen Freistoß zirkelte Ivan Saenko aus spitzem Winkel gegen den Innenpfosten.
Zur Pause kam Frank Paulus für Willi Landgraf, ansonsten gewohntes Bild auf dem Rasen. Die Alemannia war den Gästen weiterhin klar überlegen. Cristian Fiel wurde in einer Szene von Kai Oswald im Strafraum von hinten abgegrätscht. Das Publikum forderte Elfmeter, aber Oswald hatte tatsächlich den Ball gespielt. Jan Männer hätte den KSC auf der anderen Seite noch einmal heranbringen können, aber sein Schuss aus 12 Metern war zu harmlos. Etwas später die Entscheidung. Kurze Ecke von Sergio Pinto auf Stefan Blank, Flanke, Kopfball Klitzpera, Parade Miller, und Kai Michalke staubte unbedrängt zum 3:0 ab. Der Rest war Schaulaufen. Erik Meijer und Cristian Fiel verpassten das 4:0, das letztendlich wieder ein Karlsruher besorgen musste. Stefan Blank hob einen Freistoß auf Kai Michalke, der den Ball mit dem Kopf in die Mitte legte. Kai Oswald kam mit der Brust vor Alexander Klitzpera an den Ball, traf aber wie zuvor Rothenbach ins eigene Tor. Auf der Gegenseite zeigte man sich nicht so zielsicher, Ioannis Masmanidis vergab die letzte Gelegenheit zum Ehrentreffer.
Ich kann mich nicht erinnern, dass die Alemannia seit dem Aufstieg in die zweite Liga jemals einem Gegner so überlegen gewesen wäre. Der KSC hatte der Alemannia an diesem Tag auch kämpferisch rein gar nichts entgegenzusetzen. Unsere Mannschaft muss sich derweil in dieser Form noch nicht einmal vor FH Hafnarfjördur verstecken.

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