So, 22.08.04:
Rot-Weiss Essen - ALEMANNIA 0:2 (0:1)
Wulnikowski - Yildirim, Nascimento, Ristau (65. Kück), Sidney - Goldbaek, Schwarz (64. Lintjens), Haastrup - Bilgin, Koen, Schoof (73. Teixeira)
(Trainer: Gelsdorf)
Straub - Landgraf, Klitzpera, Sichone, Blank - Plaßhenrich, Rolfes (68. Brinkmann), Fiel - Pinto (58. Paulus), Scharping (88. Michalke), Meijer
(Nicht - Stehle, Gomez, Iwelumo / Hecking)

Zuschauer: 14450 (ca. 3000 aus Aachen)
Gelb: Nascimento, Schoof - Plaßhenrich

0:1 Scharping (5.; Fiel)
0:2 Meijer (68.; Plaßhenrich)





(Foto: Richard)











(Foto: Richard)







(Foto: Richard)

Zum ersten Mal seit dem 18.4.1998, als die Alemannia den RWE in die Oberliga schoss, traf die Alemannia in einem Pflichtspiel auf Rot-Weiß Essen. Seit dem letzten Aufeinandertreffen ist alles eine Nummer größer geworden. Insgesamt 14450 Zuschauer wohnten dem Spiel bei, darunter zwei Sonderzüge aus Aachen. Die Atmosphäre und das ganze Drumherum in Essen entschädigte die mitgereisten Alemannia-Fans für die vorherige Begegnung in Ahlen - auch wenn die Essener ein bisschen leiser und friedlicher geworden zu sein schienen.
Keine Veränderungen gab es in der Aufstellung der Alemannia, die ähnlich offensiv begann wie in Ahlen. Dieses Mal gab es auch endlich den Lohn in Form einer frühen Führung. Cristian Fiel trug über halblinks den Ball nach vorne und bediente auf der anderen Seite Jens Scharping. Der stand beim Anspiel ca. einen Meter im Abseits, aber die Fahne des Linienrichters blieb unten. Scharping behielt die Übersicht und schlenzte den Ball mit links in die linke Ecke - sehr zur Freude des Aachener Fanblocks, der das Tor mit "Rot-Weiß Essen - ficken und vergessen"-Rufen kommentierte. Auch in der Folgezeit blieb die Alemannia die bessere Mannschaft. Nach zehn Minuten hätte Erik Meijer beinahe eine schöne Kombination über Sergio Pinto und Reiner Plaßhenrich zum 2:0 vollendet. Mitte der ersten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber und gewannen auf dem Feld und auf den Rängen langsam die Oberhand. Allerdings entsprang die einzige klare Essener Chance im gesamten Spiel einer Zufallssituation. Moses Sichone fälschte einen hart getretenen Freistoß von Erwin Koen unglücklich ab, und der Ball fiel Sebastian Schoof vor die Füße. Der konnte sich die Ecke aussuchen, brachte es aber fertig, den Ball am rechten Pfosten vorbei zu schieben.
In der zweiten Halbzeit blieb das erwartete Aufbäumen des RWE aus. Nach einer Stunde verpasste Cristian Fiel mit einem Flachschuss aus 20 Metern die Vorentscheidung. Torwart Wulnikowski, Saborowski, Chmielewski, Abramczik, Opa Sonstwaskowski oder wie auch immer hielt den Ball fest, aber etwas später war auch er machtlos. Reiner Plaßhenrich schlug einen langen Ball auf die linke Seite, und Erik Meijer hielt aus spitzem Winkel drauf. Ähnlich wie beim Schuss von Meijers Landsmann Marco van Basten im EM-Finale 1988 senkte sich der Ball in den Winkel der langen Ecke zum 2:0. Frank Paulus verpasste zehn Minuten vor dem Ende das 3:0, aber auch so geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.
Das 3:0 fiel offenbar noch etwas später zwischen Stadion und Bahnhof Essen-Bergeborbeck, aber was zählt, ist das Erreichen der zweiten Runde. Dort bekamen die Amateure des FC Bayern die eigenen Profis zugelost, aber dank neuer Regelung ist so eine Ansetzung nicht mehr möglich, und die Arschkarte, dienstags oder mittwochs nach München fahren zu dürfen, ging an uns. Immerhin ist die Aufgabe sportlich lösbar. Zwar bewegt sich der Bayern-Nachwuchs eher auf Zweitliga- als auf Regionalliganiveau, aber wer gegen eine Mannschaft wie München Gladbach ein Elfmeterschießen braucht, um weiterzukommen, hat das Fußballspielen nun wirklich nicht erfunden. Im übrigen hat unsere Mannschaft bereits die Bayern-Profis gefickt, dann sollte der Nachwuchs auch noch fallen.



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